Seminar bei den Ulmer Rosenfreunden am 8. März 2015

Unsere Referenten waren Herr Wänninger mit Stecklingsvermehrung am jungen Holz und Herr Körber, der uns einen Überblick verschaffte in Sachen Clematis und den Einfluss des Klimawandels aufzeigte.

Die Teilnehmergruppe hatte genau die richtige Größe, waren auch Rosenfreunde aus Stuttgart und Sigmaringen gekommen.
Herr Wänninger zeigte uns seine wunderschönen selbst gezüchteten Rosen und widerlegte die Annahme, dass Rosen aus Stecklingen gezogen nicht resistent und entwicklungsfähig seien. Das Gegenteil sahen wir in seinen gezeigten Fotos bestätigt.

Wir durften nach seiner Anleitung einen Steckling schneiden, Messer, Schalen und Bewurzelungspulver sowie Anzuchterde ungedüngt, wurden von Herrn Wänninger zur Verfügung gestellt. Es machte sichtlich Spaß, noch dazu durften die Stecklinge mit Namensschildchen mit nach Hause genommen werden. Wunderbar. Mal abwarten was mir die Mitglieder über ihre Erfolge erzählen.

Herr Wänninger hat in seinem Büchlein alles genau beschrieben und die Lektüren von ihm wurden gleich mitgenommen.
Ein zweiter Band ,,Gedanken, Worte & Träume“, ein Buch der Poesie mit hübschen Zeichnungen. Alles Fein von Herrn Wänninger, sein Eingangstext im Internet beschreibt am besten seine Rosenliebe.

Herr Körber in seiner besten Art Menschen zu unterhalten ohne dass sie merken, wie viel Wissen er ihnen vermittelt. Das kommt hinterher! Clematis, Königin der Kletterpflanzen! Das Zauberwort heißt italienische Waldrebe, Clematis Viticella!
Die Viticellas sind sehr robust und stellen die Alternative zu den welkeempfindlichen Hybriden dar. Die Wuchsstärke liegt bei 2-3 m, ungeschnitten deutlich höher. Ideal zu Kletterrosen und im Kübel.

Zauberhafte Glöckchen in verschiedenen Farben spiegeln viel Natürlichkeit wieder. Sie sind unkompliziert in der Pflege durch jährlich kräftigen Rückschnitt und mit etwas Dünger und Wasser sowie schattigem Fuß wird sie alle Rosenfreunde in Verbindung mit ihren Lieblingen erfreuen.

In acht Gruppen sind die unterschiedlichsten Hybriden zu finden: großblumige und gefüllte Sorten, flache Blüten oder große Glocken, tulpenförmige Blüten mit Farben, eine schöner als die andere. Es gibt Frühblüher und Sommerblüher. Jede Sorte hat seine spezielle Art zu pflegen und der Rückschnitt ist sehr unterschiedlich. Aber für Jeden ist etwas zu finden und es verwirrt am Schluss schon ein bisschen. Empfehlungen zu geben ist schwierig da Geschmacksache! Die Weiterentwicklung nach neuen Sorten hat nicht aufgehört und so sollte sich jeder gut informieren, um die richtige Sorte für sich zu finden. Auch Anregungen zu ungewöhnlichen Anpflanzungen gab uns Herr Körber. Aber nichts kann für mich schöner sein als die Paul Farges = Summersnow in meine Sequojatanne oder Alba Luxurians zur Rose de Resht. Auch einfach über ein Holz zu legen zu einem großen Ball, oder aber in eine Fosythie wachsen zu lassen, wenn sie abgeblüht ist, blüht die Clematis. Das gleiche gilt für die Korkenzieherweide.

Wir haben alle fleissig mitgeschrieben und an die Listen Kreuzchen gemacht, die nächste Bestellung wird sicher sehr umfangreich! Aber auch auf den Klimawandel hat uns Herr Körber mit Bildern hingewiesen: bei den Bäumen und Rosen, die sich nur teilweise an Hitze und Trockenheit gewöhnen können. Ungewöhnlich hart trifft es den Buchs durch Pilz + Zünsler. Die asiatische Kirschessigfliege, die sich so schnell vermehrt, wie wir es gar nicht wahrnehmen können, liebt rote Früchte: rote Weintrauben, Zwetschgen, Brombeeren, Kirschen und Himbeeren.

In Zukunft werden wir unsere Früchte genau anschauen, bevor wir sie verspeisen.

Es war ein sehr gelungener Sonntag. Ein großes Dankeschön an beide Referenten für ihre Mühe und Zeit, die sie sich für die Rosenfreunde Ulm genommen haben.

Info zu Clematis: www.lwg.bayern.de

Text: M. Herold

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